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Donnerstag, 8. August 2013

Rosenurlaub

 Für alle Spätlesen, die bisher noch nicht im Urlaub waren sei das "alte Land" vor den Toren Hamburgs ans Herz gelegt. Dort haben meine Frau und ich ein sonniges Wochenende verbracht und ich kann die Gegend nur wärmstens (!) weiterempfehlen.

Im alten Land
Nicht weit vom Apfel- und Kirschenparadies - nur eine kurze Überfahrt mit der Fähre über die Elbe - und man betritt traditionelles Rosenland. Hier, nördlich von Hamburg finden sich nicht nur die zwei großen Rosenschulen Tantau und Kordes Rosen, sondern auch das Rosarium Uettersen und der Rosengarten Pinneberg.
 Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen den Rosenschulen und dem Rosarium einen Besuch abzustatten.

Besonders begeistert haben uns vor allem Kordes' wunderschöner Rosengarten und das Rosarium Uettersen. Während man mit dem Rosenkatalog in Klein Offenseth-Sparrieshoop bei Kordes Rosen auf Entdeckungsreise gehen kann lädt das Rosarium zum Spaziergang ein.
Kordes Rosen


Kordes Rosen

Rosengarten von Kordes Rosen


Rosen Tantau
Im Rosarium Uettersen



Freitag, 5. Juli 2013

Na, also

Als ich vorgestern zu den Rosen kam, traute ich meinen Augen nicht: Da recken sich doch tatsächlich zwei neue Sämlinge aus dem Sammla durch die Oberfläche:
Zwei neue Sämlinge

Die beiden Nachzügler werden jetzt gehegt und gepflegt. Der andere Sämling hat sich inzwischen auch ganz gut entwickelt:



Hoffen wir, dass der Sommer noch viel Sonne für die sonnenhungrigen Rosen übrig hat und sich alle so schön entwickeln wie z.B. diese Kletterrose hier, die bei unserem Einzug traurig und spierig an einem Carport hing. Sie hatte kaum noch Blüten. Ich beschnitt sie kräftig und sie blüht jetzt von Jahr zu Jahr mehr. Zwar duftet sie nicht, dafür sieht sie aber wunderschön aus...seht selbst:





Dienstag, 11. Juni 2013

Ich hab's gewusst!

Das Rosenjahr fing nicht gut an: War ja so klar, dass ich dieses Jahr zu spät dran war mit dem Aussäen. Und dabei war der Winter schon satte vier Wochen länger als sonst...

Generell wäre das nicht so schlimm, aber ich konnte einmal wieder selbst erleben, was passiert, wenn die Rosenaussaat zu früh zu viel Wärme ab bekommt: Von meinen hunderten Rosensamen keimte....

eine einzige!

Das stolze Exemplar könnt Ihr hier bewundern:

Einziger Sämling 2013

Auf dem Bild wurde sie bereits pinziert, damit sie ein wenig buschiger wächst, darum fehlt ihr die Spitze. Das solltet Ihr auch machen, es lohnt sich, denn sie geht dann mehr in die Breite und bildet weitere Triebe.

Aber es gibt auch gute Nachrichten:
Das Schneemädchen ist übersäät mit Blütenknospen und wird sich in den kommenden Wochen zu einem Schneeball verwandeln. Ich freue ich schon darauf.

Das Schneemädchen vor der Blüte

Dazu wird es eine Premiere geben: Eine meiner Schützlinge aus dem vorletzten Jahr wird das erste Mal blühen und so, wie es ausschaut, wird sie eine rote Blüte haben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, ob sie duftet und gefüllt ist:


     
Unbenannter Sämling vor der ersten Blüte







Von den Stecklingen der New Dawn haben eine Menge bis jetzt überlebt und müssten bereits Wurzeln ausgebildet haben. Zum ersten Mal haben wir ausprobiert, Töpfe aus Zeitungspapier herzustellen und darin die Stecklinge zu stecken. Das Gute daran ist, dass man sie mit samt Topf pflanzen kann, die Zeitungen werden einfach verrotten. Mit Trinkbechern aus Plastik wurden sie dann noch abgedeckt und fertig ist die Laube.

Übrigens habe ich dieses Frühjahr auch einen Tipp von einem amerikanischen Rosenblog ausprobiert:
Man nehme eine Kartoffel, stecke dort hinein den Steckling und grabe sie ein.

Meine alte Methode funktioniert besser, denn der Kartoffel-Steckling hat das nicht überlebt, also nehme ich erst einmal davon Abstand, es noch einmal zu probieren. 

Hm, vielleicht müssten es ja Genkartoffeln der Marke Monsan. sein, damit das funktioniert, keine Ahnung. Aber damit würden die Rosen wahrscheinlich noch Beine entwickeln und zum Nachbarn rennen (das ist der mit dem Pflanzenschutzmittel, während ich ohne Chemie auskomme).

Stecklinge in Zeitungstöpfen. Die 3,99 EUR beziehen sich übrigens nicht auf den Steckling ;-)
 Dass es dieses Jahr nicht so geklappt hat mit der Rosenzucht ist vielleicht auch gar nicht verkehrt: Ich wüsste auch kaum noch, wo ich sie unterbringen sollte, Rosen brauchen ja viel Platz.

Also werde ich mich diesen Sommer einfach an der üppigen Blütenpracht erfreuen, die sich dann hoffentlich bald einstellen wird. Dieses Jahr ist wahrscheinlich der Juli der Rosenmonat, nicht der Juni...










Samstag, 13. April 2013

Platz schaffen im Rosengarten

Sie werden ja so schnell erwachsen, meine Rosen. Eben noch reckten die ersten Keimblätter aus dem Anzuchtkasten und jetzt rampunieren die rankenden Rambler die Rosenaufzuchtecke, bzw. die saubere Aufteilung.
Es war nicht abzusehen, wie groß welche Rose einmal werden würde als ich sie pflanzte, aber jetzt wird es Zeit, dass sie flügge werden und einen neuen Lieblingsplatz bekommen.

Erstes Exemplar ist ist eine Schlingrose aus der Mitte meines Beetes, was gar kein leichtes Unterfangen war, sie dort heraus zu bekommen.

Mein Unterarm sieht aus, als hätte ich einer Horde herumlungernder Katzen versucht, das Futter zu stehlen, soviele Kratzspuren jucken da vor sich hin.

Aber jetzt hat die Rose einen schönen, sonnigen Platz, wo sie hoffentlich ihren kräftigen Wuchs fortsetzen wird und den Zaun mit Blüten bedeckt.


Man sieht deutlich die waagerechten Ebenen nach oben.Im Sommer poste ich noch einmal ein Bild, wie sie sich entwickelt hat. 
Vor dem Pflanzen wurde die Erde noch einmal durch kompostreiche Erde ersetzt, so dass sie einen guten Start bekommt.

 Die langen Triebe habe ich so "verlegt", dass möglichst viele waagerechte Ebenen entstehen, denn die waagerechte Triebe führen zu Blütenbildung.


Ist das horizontale Verlegen nicht möglich, sollte man die Triebe in einem Bogen  krümmen. Der Saftstau sorgt dann ebenfalls für Blütenbildung.

Donnerstag, 11. April 2013

Die "Open Source Rose"

Für diesen Sommer habe ich mir etwas völlig Neues vorgenommen, sozusagen ein Experiment:
Eine "Open Source Rose" für die Community!

Will heißen, dass ich eine selbst gezüchtete Rose verbreiten möchte, die - unter Angabe des Rosennamens und dieser Webseite über ein Namensschild (die Vorlage dazu werde ich zum Herunterladen und Ausdrucken auf diese Seite stellen) - kostenlos und frei vermehrt und weitergegeben werden darf und sogar soll!

Ich möchte, dass diese Rose in so vielen Gärten wie möglich anzutreffen ist, damit sich Menschen daran erfreuen können. Und auch Menschen mit wenig Geld sollen diese Rose in ihre Gärten pflanzen, selbst vermehren und sie wiederum weitergeben.

Dafür werde ich im Sommer ein paar Stecklingsvermehrungsversuche mit meinen Sämlingen aus den letzten Jahren machen und sollte ein schönes Exemplar sich über diese Weise einfach und gut vermehren lassen, habe ich meine Open Source Rose.

Was meint Ihr, sollte ich eher eine Kletterrose, einen Bodendecker oder eine Strauchrose zur Open Source Rose ernennen?

Meine erste Idee wäre eine Kletterrose, da sie meistens schneller wachsen, üppiger blühen und einfach mehr Eindruck im Garten machen als Strauchrosen und Bodendecker.

Wenn Ihr noch Ideen zu diesem Thema habt, schreibt einfach einen Kommentar dazu.

Grüner Daumen hoch,
Euer Marco

Sonntag, 31. März 2013

Warten auf die Forsythienblüte

Dieser Winter ist wirklich gemein! Sehnsüchtig wartet man darauf, dass die Rosensaison endlich beginnen kann und dann folgt ein Schneeschauer nach dem nächsten.

Meine Frau und ich waren vor ein paar Tagen einmal wieder in Winschoten, denn die Holländer unterhalten dort ein tolles Rosarium, welches immer eine Reise wert ist (natürlich im Sommer oder Herbst).

Was mich wunderte: Dort waren die Rosen bereits tief heruntergeschnitten und ich fragte mich, ob sie die aktuellen Minustemperaturen heil überstehen werden.

Dafür lagen auf dem Boden noch einige Hagebutten, z.B. von Gardener's Glory, die ich natürlich gleich eingesammelt habe - ich kann sie ja nicht einfach liegen lassen. ;-)

Bei einem kleinen Osterausflug haben wir heute die Augen schön nach Forsythienblüten aufgehalten. Als ungeduldiger Mensch möchte ich natürlich loslegen und meinen Rosen ersteinmal einen richtig Schnitt verpassen, damit alles noch schöner blüht diesen Sommer.

Aber hier darf man nicht übereilig sein. Stärkere Frostschäden möchte ich ja auch nicht riskieren.

Und die gelben Sträucher in der Ferne erwiesen sich auf näheren Blick nur als Hammamelis, nicht als Forsythien... ;-( So heißt es: Weiter warten auf den Frühling!




Samstag, 23. März 2013

Pulen und schneiden

Zugegeben, es gibt Schöneres als seine Finger in verfaulende Hagebutten zu graben, aber was tut man nicht alles, wenn man süchtig nach Rosensämlingen ist!? Hier ein kleines Review vom Pulen nach den kleinen Nüßchen.


Ich hoffe, Ihr habt bereits vor einigen Wochen Eure Rosensamen ausgesäät und bei dem einen oder anderen zeigen sich schon die ersten Keimblätter der neuen Sorten.

Natürlich darf man auch seine draußen gepflanzten Schätzchen nicht vergessen, sie werden bald ihren Frühjahrsschnitt brauchen.

Aber zumindest in unseren Breiten ist es dafür noch zu früh.
Merkt Euch:  Erst wenn die Forsythie blüht ist es Zeit, zur Rosenschere zu greifen!

Und bei einmalblühenden Kletterrosen und Ramblern schneidet nur, wenn es unbedingt sein muss (z.B. bei Frostschäden), denn die blühen am letztjährigen Holz.
Wenn Ihr das rausschneidet, gibts keine Blüten dieses Jahr!